Die viktorianische Frau - Idealbild & gesellschaftliche Bedeutung

"Dame in Rosa" - Edouard Cabane, 1885
Ich kenne viele junge Frauen, die finden, in der falschen Zeit geboren zu sein. „Ich würde gern früher leben“, sagen sie. „All die schönen Kleider anziehen, auf Bällen tanzen und die Männer sind noch echte Gentlemen.“ Ich weiß, dass solche Aussagen wahrscheinlich getroffen werden ohne, dass die Sprecherin genau weiß, in was für eine Zeit sie sich eigentlich zurückwünscht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand, besonders eine Frau, im vollen Wissen über die Lebensumstände des neunzehnten Jahrhunderts eine solche Aussage tätigen würde und deshalb möchte ich einen kurzen Überblick darüber geben, was es bedeutet hat, eine Frau in der Belle Époque zu sein.

Die Rolle der Gesellschaftsdame

Man könnte argumentieren, dass eine Dame ab einem gewissen gesellschaftlichen Stand auf jeden Fall ein angenehmeres Leben geführt hat, als eine weniger gut situierte Frau, doch die Vorteile bürgen auch Nachteile. Denn auch für eine Dame, die sich zu den oberen Schichten zählt gilt für den Großteil der Epoche: Sie hat keinerlei eigene Rechte. Frauen in der westlichen Welt dürfen im neunzehnten Jahrhundert nicht wählen, sie dürfen keinen eigenen Besitz haben, sie dürfen nicht klagen, wenn ihnen Unrecht getan wird. Sie dürfen kein eigenes Bankkonto haben und keine Verträge unterschreiben. All das muss ihr Ehemann für sie übernehmen. Es ist schon abzusehen: Die Frau des neunzehnten Jahrhunderts ist vom Wohlwollen ihres Gatten komplett abhängig. Ist eine Frau mit einundzwanzig Jahren noch nicht verheiratet, darf sie eigenen Besitz haben, aber sobald sie heiratet geht dieser in den Besitz ihres Ehemannes über. Selbst, wenn es zur Scheidung kommt, bekommt sie diesen Besitz nicht zurück.  

Auch auf eine vernünftige Bildung hatten Frauen lange Zeit kein Anrecht. Studieren durften Frauen generell nicht, doch auch die Schulbildung lies im Gegensatz zu der von Jungen zu Wünschen übrig. Der viktorianische Junge der Oberschicht besuchte meist ein Internat, wo er Latein und Griechisch lernte, Mathematik und andere wichtige Dinge, während Mädchen der Oberschicht meist gar nicht zur Schule gingen und daheim in Dingen unterrichtet wurden, die eine Frau können musste: Ein Instrument spielen, passabel malen, sticken, nähen, Französisch. Der Sinn im Leben einer Frau war, eine gute Mutter und Ehefrau zu werden und alles, was sie dazu nicht brauchte, wurde ihr nicht beigebracht. Die durchschnittliche Frau der Oberschicht konnte auf sich allein gestellt also kaum etwas erreichen und dahinter steckt natürlich auch eine Absicht. Der Mann ist das Oberhaupt der Familie, der zur Arbeit das Haus verlässt und über seine Familie wacht. Die Frau ist der „Engel des Hauses“. 

Das heißt nicht, dass eine adelige oder gutbürgerliche Frau tatsächlich kochte oder Socken stopfte, denn dafür hatte sie Angestellte. Trotzdem sollte sie das „Handwerk der Frau“ beherrschen, um ihre Rolle als Ehefrau und Mutter ausfüllen zu können. Von ihr wurde erwartet, dass sie ihren Mann bedingungslos liebte, sie war geduldig, liebevoll und verständnisvoll. Ihren Tag verbrachte sie im Haus, empfing Besuch von ihren Freundinnen, organisierte den Haushalt und sorgte dafür, dass der Ruf ihrer Familie und ihres Mannes tadellos blieb. Die Hausherrin war mit der Führung des Haushaltsbuches beauftragt. Sie überwachte Einnahmen und Ausgaben, plante Dinners und Soiréen und stellte ihr eigenes Wohl für das Wohl von Mann und Kindern in den Hintergrund. Es ist natürlich kein Zufall, dass die viktorianische Frau nicht mobil ist, nicht auf eigenen Beinen stehen kann und im Abhängigkeitsverhältnis zu ihrem Ehemann gefangen ist. Eine Frau, die dieser Rolle nicht gerecht wurde, indem sie keine Kinder bekam oder eine lieblose Ehe führte, war in den Augen der Gesellschaft eine gescheiterte Frau. Doch dieser Konflikt geht noch eine Spur weiter. Die Menschen glaubten, dass die Gesundheit und soziale Stabilität ihrer Gesellschaft darauf beruhte, dass Mann und Frau ihre Rollen erfüllten. Eine Frau, die dies nicht konnte oder sich weigerte, brachte also in der Wahrnehmung ihrer Zeitgenossen das soziale Gefüge ins Wanken. 

Die Frau in Recht und Ehe

Das neunzehnte Jahrhundert brachte große Verbesserungen und Reformen, was die Rechte der Frau als Person und Individuum angeht, doch die Ära war weit davon entfernt, die Frau wirklich als eigenständige Person mit Rechten zu verstehen. Der Umstand, dass lange Zeit kein eigener Besitz erlaubt war, kein eigenes Geld und kaum Allgemeinbildung machte es für eine Frau von vorn herein sehr schwer aus dem Kreislauf auszubrechen, da sie die Mittel einfach nicht zur Hand hatte. Selbst eine verheiratete arbeitende Frau durfte nicht auf ihr eigenes verdientes Geld zugreifen. War der Ehemann ihr nicht wohlgesonnen oder erlaubte den Zugriff einfach nicht, stand die Frau trotz des gut situierten sozialen Standes völlig mittellos da. Das ist der goldene Käfig, von dem oft gesprochen wird, denn ein Ausbruch war schwer und gelang meist nicht. Auch eine Ehe ließ sich für eine Frau bloß sehr schwer beenden, selbst, wenn der Grund für die Scheidung schwerwiegend war. Wurde eine Frau von ihrem Ehemann misshandelt, geschlagen oder gar vergewaltigt, konnte sie kaum etwas dagegen tun. 

Es gab keine richtigen Gesetze gegen häusliche Gewalt in den gehobenen Klassen, da die Normen und Ideale des neunzehnten Jahrhunderts einfach nicht vorsahen, dass es so etwas in gutbürgerlichen oder gar adeligen Familien geschah. Natürlich hätte ein Mann, der seine Frau oder seine Kinder schlecht behandelte, sein Ansehen verloren, doch die Gesellschaft entschied meist zu Gunsten des Mannes. Cholerisches, aggressives Verhalten gehörte für die Menschen des neunzehnten Jahrhunderts zu den Charakteristika eines Arbeiters. Man glaubte schließlich auch, dass arme Menschen sich ihre Armut wegen genau solcher Charakteristika selbst zuzuschreiben hätten. In dieses Bild passte es natürlich nicht, wenn ein privilegierter, augenscheinlich gut erzogener Mann seiner Frau schadete. So gab es Mitte des neunzehnten Jahrhunderts viele Organisationen, die gegen häusliche Gewalt in Arbeiterfamilien vorgingen, doch das Leid von gutbürgerlichen und adeligen Frauen blieb unbeachtet. Selbst wenn eine Frau an die Öffentlichkeit ging, folgte meist eine Beschmutzung ihres eigenen Rufes, da ihre Zeitgenossen davon ausgingen, dass eine Frau, die von ihrem Mann geschlagen wurde, sicherlich etwas getan hatte, um die Gewalt zu provozieren. Das Opfer wird zum Täter, eine Problematik, die auch heute noch laut nachhallt. 

Erst ab 1857 war eine Frau ihrem Mann in diesen Dingen nicht mehr völlig ausgeliefert: Jetzt konnte sie endlich einen Scheidungsantrag stellen. Während der Mann seiner Frau, um eine Scheidung zu erreichen allerdings nur Ehebruch nachweisen musste, reichte dieser Tatbestand nicht aus, um sich als Frau wiederum vom Ehemann scheiden lassen zu können. Zum Ehebruch musste Bigamie, Inzest oder Grausamkeit kommen, damit die Scheidung bewilligt wurde. Erst im Jahr 1884 folgte ein Gesetz, nachdem die Frau nicht der Besitz des Mannes war. Ich möchte alle Leser bitten, sich ganz genau vorzustellen, was das bedeutet: Erst im Jahr 1884 hat ein Gericht festlegen können, dass die verheiratete Frau eine eigenständige Person ist, kein Gegenstand, der dem Mann gehört und ihm zu Willen sein muss. Die zweite Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts sieht einige neue Gesätze, die nach und nach sicherstellten, dass es Frauen möglich wurde, einen Schnitt zu machen und einen misshandelnden Ehemann für immer zu verlassen. Ab 1870 war es Frauen erlaubt, das selbst verdiente Geld zu behalten, ab 1886 konnten sie als alleinige Erziehungsberechtigte der Kinder fungieren. Mir ist es wichtig, dass die Rolle der Frau vor den 1880er Jahren allen Lesern bewusst wird: Sie ist ein intelligenter, erwachsener Mensch, der wie ein unmündiges Kind behandelt wird. Sie ist ihrem Ehemann für weite Teile des Jahrhunderts ausgeliefert und auf sein Wohlwollen angewiesen. Viele Menschen empören sich über die "ungerechte" Behandlung der Frau im neunzehnten Jahrhundert, doch wie schlimm die Lage der Frau wirklich war, das bleibt nicht selten auf der Strecke.

Die Frau und weibliche Sexualität

Dass die ideale Frau des neunzehnten Jahrhunderts ein völlig unsexuelles Wesen ist, rein, unschuldig und keusch, ist hinlänglich bekannt. Doch der Umgang mit weiblicher Sexualität in der Epoche ist viel komplexer und greift viel tiefer, als das ich es in einem kurzen Abschnitt erläutern könnte. Ihr werdet in Zukunft hier auf Gaiety Girl immer mal wieder Abschnitte zu dem Thema finden, aus denen sich am Ende vielleicht ein komplexeres Bild der Angelegenheit ergibt. Generell ist zu sagen, dass alles, was mit weiblicher Sexualität zusammenhängt, als Tabuthema galt, über das privat gesprochen wurde, aber niemals öffentlich. Diese Moral bringt das Problem der fehlenden Aufklärung von Frauen über den eigenen Körper mit sich, das Fehlen von Wissen über die eigene Sexualität. Ein weiterer Punkt, in dem die Frau des neunzehnten Jahrhunderts mit Absicht unwissend gehalten wurde. Weibliche Sexualität wurde als etwas Böses betrachtet, das nicht erwachen durfte. Mit dem Erwachen ihrer Sexualität, so lautete der gesellschaftliche Konsens, erhielt die Frau eine Macht, der sie nicht gewachsen sei und mit der sie die Gesellschaft aus dem Gleichgewicht bringen konnte. Zurückzuführen ist diese Angst unter anderem auf Eva und den Sündenfall, zeigt aber außerdem sehr schön die Zweischneidigkeit der viktorianischen Moral. Die Frau gilt als weich, liebevoll, sicher und gut, aber gleichzeitig kann sie mächtig sein, gefährlich und bösartig. Erfüllt die Frau nicht die ihr zugewiesene Rolle und wendet sich ihrer anderen Seite zu, bringt sie die Gesellschaft ins Wanken.

Von der Frau wurde erwartet, dass sie in ihrem Leben nur zu einem einzigen Mann sexuelle Kontakte pflegte - ihrem Ehemann. Eine Frau, die unverheiratet sexuelle Kontakte gehabt hatte oder mit einem Mann, der nicht ihr Ehemann war intim geworden war, galt als wertlos und verdorben. Sie war als Frau gescheitert und in den Augen der Gesellschaft eine Schande. Nicht selten verloren diese Frauen all ihr Ansehen und endeten allein und mittellos. Beispiele dafür findet man in der Literatur des neunzehnten Jahrhundert zuhauf. Ein Beispiel aus Deutschland ist Theodor Fontanes "Effi Briest" von 1894, die aus ihrer lieblosen Ehe zu einem viel älteren Mann ausbricht, indem sie eine Affäre eingeht. Sie bezahlt mit ihrer Ehre, ihrem Ansehen und am Ende mit ihrem Leben. Lew Tolstois "Anna Karenina" und "Madame Bovary" von Gustave Flaubert sind weitere berühmte Beispiele von Gesellschaftsromanen, deren Heldinnen die gesellschaftliche Norm durchbrechen und teuer dafür bezahlen. Gleichzeitig zu der Annahme, dass die Frau von sich aus kein besonders sexuelles Wesen war, war sie als Ehefrau allerdings verpflichtet die sexuellen Gelüste ihres Ehemanns zu erfüllen, ein Umstand, der zu viel Missbrauch und Vergewaltigung geführt hat. 

Während es Männern erlaubt war ihre als natürlich betrachteten sexuellen Triebe auch außerhalb der Ehe auszuleben, war dies der Frau natürlich strengstens untersagt. Natürlich hat es auch im neunzehnten Jahrhundert glückliche, aufgeklärte, sexuell erfüllte Ehen gegeben, doch während man anerkennen muss, dass nicht jede Frau unwissend in die Ehe ging oder sexuell unerfüllt blieb, finde ich es gefährlich das Wissen um diesen Prozentsatz an Frauen zu nutzen, um zu "widerlegen", das viktorianische Frauen in der Ehe oft gelitten haben. Nicht nur blieb es Frauen, die sich nach erfüllenden sexuellen Kontakten sehnten untersagt, diesen nachzugehen. Frauen, die tatsächlich kaum oder gar keine sexuellen Gefühle hegten und nach heutigem Verständnis asexuell waren, waren durch die Ehe dazu "verpflichtet", trotzdem sexuellen Kontakt zu ihrem Ehemann zu haben. Es wird Frauen gegeben haben, die Spaß am sexuellen Leben mit ihrem Ehemann gehabt haben, es wird erfüllte, liebevolle Ehen gegeben haben und sicherlich ist dies nicht einmal als Ausnahme zu betrachten, doch ich finde es unverantwortlich, die andere Seite der Medaille deshalb unter den Teppich zu kehren.

Umschwung : Eine neue Ära 

Das neunzehnte Jahrhundert sieht viele Reformen, die langsam aber beständig die Gleichberechtigung der Frau einleiten. Die Rational Dress Society zum Beispiel setzt sich für gesunde, praktische Damenmode ein, die Suffragetten kämpfen für die Rechte und das Wahlrecht der Frau. Um die Jahrhundertwende herum entsteht die New Woman: Sie ist mobil und fährt Fahrrad, was ihr Freiheiten beschert, die vorangegangene Generationen von Frauen nicht hatten, sie studiert, wenn sie das nötige Kleingeld dazu hat, arbeitet vielleicht sogar, und erlaubt es sich, ihre eigene Person zu sein. Oft wird angenommen, dass die Frauenrechte den Frauen von den Männern "erlaubt" worden wären, doch das finde ich eine naive Annahme und respektlos vor dem langen und harten Kampf der Frauen des neunzehnten Jahrhunderts um die Rechte, die wir heute genießen. Noch immer sind wir nicht ganz am Ziel und noch immer gibt es Gegenstimmen, die modernen Feminismus mit denselben Argumenten belächeln und verschreien, die damals bereits genutzt wurden, um den Wunsch nach Wahlrecht und Gleichberechtigung lächerlich zu machen. Auch das ist ein wichtiger Fakt, wenn man sich die Rolle der Frau im neunzehnten Jahrhundert ansieht. Wir sind weit gekommen, aber noch sind wir nicht am Ziel. Es reicht nicht sich über die Missstände vergangener Zeiten zu empören, wenn man die Augen vor Missständen verschließt, die bis heute nachhallen. 

Selbst nachlesen?

Moore, Melissa: Women's Issues Now and Then. A Feminist Overview of the Past Two Centuries. 2004.

Steinbach, Susie: Women in England 1760 - 1914. 2004. 

Vicinus, Martha: Suffer and Be Still. Women in the Victorian Age. 1973. 

Kommentare

  1. Ein wirklich guter und sehr informativer Artikel! (:
    Ich finde die viktoriaische Epoche toll, zueinem weil sie damals wunderschöne kleider hatten, zu anderem, weil die Menschen damals teilweise kultivierter waren, auch wnen Frauen damals leider noch keine Rechte hatten.
    Dreckslöhne, schlechte Arbeitsbedingungen und schlechte Arbeitszeiten gibt es leider heute noch in manchen Ländern.
    Übrigens: eine wirklich schöne Seite! (:

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  2. Erstmal vielen dank. Aber zu der schönen Mode und dem Irrglauben, die Viktorianer seien kultivierter gewesen, habe ich hier ja auch noch einiges berichtet. ;-)

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  3. Bin zufällig beim Recherchieren für eine Übersetzung hierher geraten: schöner Blog, informativ und gut geschrieben. Werde bestimmt öfter vorbeischauen.

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  4. Ich liebe Deinen Blog!
    Ich bin ebenfalls durch eine Recherche auf diese Seite gestoßen und finde sie sehr hilfreich und überaus informativ ^____^
    Zudem ist das Design sehr süß, nicht zu viel, dass es penetrant in den Vordergrund sticht, aber mit Liebe zum Detail und teils wirklich hinreissenden Bildern (ich habe schon so einige Themen durchgelesen und bin bei den Kleider hängen geblieben <3 )
    Zudem merkt man, dass Du dich sehr für das interessierst worüber zu schreibst. Bitte mach weiter!!!

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    1. Vielen lieben Dank. ^^ Ich werde natürlich weiter machen, im Moment bin ich bloß etwas still, weil ich viel zu tun habe. :-)

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  5. Hallo,
    dein Beitrag ist schon älter, aber ich möchte trotzdem noch kommentieren:
    Vielen Dank für diesen Artikel! Ich finde es immer bemerkenswert, wenn gerade Frauen sich das Leben in so einer Zeit wünschen (man liest das relativ oft, u.a. auch im Zusammenhang mit "Unsere kleine farm" oder dem Mittelalter.

    Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, was daran wünschenswert ist, umso schöner finde ich es, wenn jemand auch mal drauf hinweist! Gottseidank kann man auch mal so etwas wie hier lesen.
    Ich kann den ersten Kommentar nicht verstehen: geht denn schöne Mode über das eigene "Wohlbefinden"?
    Ich habe manchmal das Gefühl, dass es einigen Frauen ganz recht wäre, keine Verantwortung tragen zu müssen (eigentlich ja dürfen) und ich meine das nicht böse. Aber einen Grund muss es ja geben, dass jemand meint, dass das Leben im 19. Jh auf einer Farm ohne fließendes Wasser, ohne moderne Medizin usw. erstrebenswert wäre.

    Eines möchte ich noch anfügen, wobei ich allerdings keine genauen Jahreszahlen nennen kann: in Deutschland durften Frauen bis in die 60er Jahre hinein keine Verträge abschließen. das musste ihr Mann machen - gleiches gilt natürlich auch für Bankkonten und Arbeitsverträge.
    Man muss sich mal vorstellen, was für ein harter Kampf das war.

    Gruß
    Gabriele

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